Du bist nicht in Gefahr. Warum dein Körper trotzdem Alarm schlägt.
Stress ist zunächst etwas Sinnvolles. Er aktiviert unseren Körper und versetzt ihn in den sogenannten Sympathikus-Modus – einen uralten Überlebensmechanismus, der uns auf Kampf oder Flucht vorbereitet.
Doch unser Körper unterscheidet nicht zwischen einer lebensbedrohlichen Gefahr und einem übervollen Postfach, Termindruck oder ständiger Erreichbarkeit. Für unser Stresssystem sind beides Stressreize.
Kurzfristig ist diese Reaktion hilfreich. Wird Anspannung jedoch zum Dauerzustand, bleibt der Körper immer wieder in Alarmbereitschaft.
Eine zentrale Rolle spielt dabei die Nebenniere, unser wichtigstes Stressorgan. Sie bildet unter anderem Cortisol, das dem Körper schnell Energie zur Verfügung stellt. Der Blutzucker steigt, damit in einer vermeintlichen Gefahrensituation ausreichend Energie bereitsteht.
Problematisch wird es, wenn dieser Mechanismus immer wieder aktiviert wird, ohne dass ausreichend Erholung und Regeneration folgen. Dauerstress kann dadurch verschiedene Systeme beeinflussen – unter anderem Nervensystem, Hormone und Stoffwechsel.
Mögliche Folgen können Erschöpfung, Schlafprobleme, innere Unruhe, Konzentrationsprobleme oder Veränderungen von Gewicht und Stoffwechsel sein.
Deshalb geht es nicht darum, Stress vollständig zu vermeiden.
Entscheidend ist die Fähigkeit unseres Körpers, nach Anspannung wieder in die Ruhe und Regeneration zurückzufinden.
Entspannung ist also kein Luxus. Sie ist ein wichtiger Teil von Regulation, Regeneration und langfristiger Gesundheit.
Blog von Ute Failner · Heilpraktikerin & Regulationscoach
Naturheilpraxis SOLVITALIS
Verstehen · Regulieren · Aufblühen




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